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28.04.2014

Bericht des Regionsjugendwartes

Nach vier Jahren als Jugendwart sieht der Jahresrückblick für die vergangene Saison in Hinsicht auf die derzeitige Jugendarbeit in den Vereinen äußerst positiv aus. Dies hat mehrere Gründe.

Geplant für die Saison war eine neue Einführung einer Nachwuchsstaffel. Ich rechnete mit 8 – 10 Mannschaften mit jeweils 3 oder 4 Spieler/innen. Nach einer langen Anlauf- und Organisationszeit fanden wir zudem keinen Staffelleiter. Alle die in diesen Positionen tätig sind, wollte ich nicht noch mehr belasten und habe mich entschieden die Staffelleitung persönlich zu übernehmen. Dann erhielt ich die Mannschaftsmeldungen und nach langem hin und her (wie viele Spieler antreten würden/ wie viele Mannschaften jeder Verein melden durfte, nach welchem System gespielt werden würde usw.) haben wir sehr spät im Jahr die Staffel Einteilung vorgenommen.

Hier entstand dann mein erstes positives Problem. Staffeleinteilung - da sich insgesamt 16 Mannschaften mit mindestens 3 Spieler/innen angemeldet hatten. Nun entstand der Zeitdruck um eine vernünftige Runde zu spielen. Geplant wurden zwei Staffeln mit je 8 Mannschaften. Ich habe dann die Vereine informiert, dass wir einen Spieltag mit allen Mannschaften in Sohren durchführen. Es war ein toller und interessanter Spieltag mit Kindern, die Spaß und Freude am Tischtennis hatten. Unterstützt wurden wir durch die vielen Eltern die anwesend waren, um ihre Kinder beim Spielen anzufeuern. Dies war für mich die zweite positive Erfahrung. Denn ohne die Eltern können die Jugendlichen nicht zu den Spielen kommen. Ein Jugendleiter oder Betreuer hat nicht die Möglichkeit dies organisatorisch und zeitlich zu schaffen wenn er sich mit 3 oder bis zu 6 neuen Mannschaften beschäftigen muss, kann oder darf.

Besonders Oppenhausen und Biebernheim sind hier auf dem Vormarsch, denn sie meldeten (und wenn es auch im Nachhinein war) 4 oder 6 Mannschaften.

Es wurde noch ein zweiter und dritter Spieltag in Sohren durchgeführt und die Staffel 2 der Nachwuchsrunde hat alle Spiele bis zum geplanten Ende der Saison gespielt. Die Staffel 1 hat hier sicherlich das Problem der Masse an Mannschaften und hat dieses Ziel nicht erreicht. Dies ist in meinen Augen nicht schlimm, sondern spornt mich noch mehr an, diesen Punkt im kommenden Jahr organisatorisch viel besser zu gestalten.

Probleme die auftauchten, waren die aktuellen Daten der Vereine in click-tt. Hier sind einige Ansprechpartner für die Jugendarbeit nicht aufgenommen und dadurch haben diese auch keine Informationen durch mich erhalten. Dies ist mir persönlich nicht aufgefallen und ich möchte mich hierfür auch entschuldigen und hoffe auf Besserung der Vereinsmeldungen, da diese Adressen dann auch für mich sichtbar werden und alle die Informationen erhalten.

 

Geplant ist ein großes Abschlussturnier der Nachwuchsrunde, in dem wir durch ein bestimmtes System eine interne Rangliste feststellen können. Ob es jedoch durchgeführt wird kann ich an dieser Stelle leider noch nicht sagen. Ebenso sollten alle Nachwuchsspieler an der Regionsrangliste am 31.05./01.06. in Simmern teilnehmen. Hier muss ich jetzt abwarten ob es die Vereine schaffen dies auch zu organisieren.

 

 

Insgesamt gesehen darf ich froh sein, dass wir dieses Vorhaben aus dem letzten Jahr durchgezogen haben. Es gibt vieles zu verbessern und es wird auch besser werden. Eine  ausgereifte, bessere Planung ist notwendig  und die Vereine bzw. die Betreuer und Jugendleiter müssen noch mehr durch ihre Vereine unterstützt werden. Denn derzeit  sind wir durch diese Aktion Nachwuchscup Gesprächsstoff in unserem Verband.

 

Insgesamt waren es 23 Mannschaften mit ca. 80 gemeldeten Spieler/innen. Zudem habe ich  noch erfahren, dass zwei Mannschaften aus Oberkülztal mit  6 Teilnehmern und Neuerkirch mit ca. 20 Teilnehmern wieder am Aufbau  des Nachwuchses arbeiten. Innerhalb eines Jahres wären das ca. 100 Kinder die sich für Tischtennis interessieren.

Für die kommende Saison warte ich gespannt auf die offiziellen Mannschaftsmeldungen. Denn alle Kinder und Jugendlichen die die letzte Saison schon in der Nachwuchsrunde teilgenommen haben dürfen wieder an dieser Runde teilnehmen. Von Briedel über Sohren  bis nach Boppard und Oberwesel sind alle Vereine aus unserer  Region aufgefordert Nachwuchsarbeit als das größte Ziel in der Vereinsarbeit anzugehen.
Bildet NACHWUCHSTRAINER  UND BETREUER AUS und ihr werdet in den Vereinen sehen, wie der Verein und das Vereinsleben wieder aufleben.

 

Nun zu unserem (oder auch meinem) zweiten Ziel - Die Einführung von Tischtennisnestern zur Förderung von Tischtennistalenten der Region, die dann eventuell auch durch ihren persönlich hinterlassenen Eindruck und ihre spielerischen Fähigkeiten auf den Regionsturnieren und Verbandsturnieren, nach Koblenz zu Kadertrainingseinheiten  eingeladen werden.

 

Zwei Talentnester wurden in Boppard und in Simmern eingerichtet. In Boppard unter der Leitung von Kevin und Dennis Johann und in Simmern unter der Leitung von Kevin Eckmann mit der Unterstützung von Dario Stenzhorn, Leon Lamby und Stefan Kemmer. In erster Linie als zusätzliche Trainingsmöglichkeit für talentierte Kinder bis 12 Jahre gedacht, gelang gerade in Simmern noch nicht der Umschwung auf die ganz Jungen. Für die neue Saison sollen hier wieder durch Sichtungsmaßnahmen neue Kinder gefunden werden, die den derzeitigen Kriterien des Verbandes entsprechen und der Kader in Simmern dann deutlich verjüngt werden. Doch soll das nicht dazu führen, dass die bisherigen Kaderspieler einfach fallen gelassen werden. Ich stelle ich mir vor, dass diese Spieler als Hilfstrainer weiter im Trainingsbetrieb eingebunden sind. Die dafür notwendigen Kenntnisse erwerben die Kinder in den Ausbildungen, die vom Verband angeboten werden (Kindertrainer- bzw. D-Trainerausbildung). Damit werden im Talentnest Plätze frei, so dass maximal Spieler ab dem Jahrgang 2000 und jünger eingeladen werden können, um am Training des Talentnestes in Boppard und Simmern teilzunehmen.

Ziel von meiner Seite wird es sein, Spieler und Spielerinnen für die Jahrgänge 2006 – 2008 zu sichten und zu fördern. In den Talentnestern müssen die Trainer gehalten werden und Sie müssen auch durch die älteren Spieler weiterhin unterstützt werden.

Es gibt in meiner Planung eine Möglichkeit, um allen Spielern die sich wirklich weiter verbessern wollen, auch die Chance dazuzugeben. Diesen Spielern soll es ermöglicht werden, jeden zweiten oder eventuell sogar, wenn gewünscht, jeden Sonntagvormittag in Sohren,  an einem Fördertraining auf eigener Finanzierungsbasis teilzunehmen. Denn ich bin der Meinung: Wer Interesse hat nimmt teil. Die Selbstkosten werden so gering als möglich gehalten  und sind somit dann im Verhältnis der Teilnehmer zu anfallenden Kosten (Trainer) zu berechnen. Hier werden die  Spieler und Vereine von mir gesondert Informiert.

Der Miniregionsentscheid findet am 26.04.2014 und die Regionsrangliste findet am 31.05.2014, jeweils durchgeführt vom VfR Simmern, statt. Ergebnisse liegen derzeit nicht vor, da ich den Bericht bereits vorher geschrieben habe. Vielleicht werde ich diesen noch im Nachhinein ergänzen. Es würde mich riesig freuen wenn es auch bei uns mal so wäre wie in den Nachbarregionen, dass man Vorranglisten spielen MUSS um die Besten 10 zur Regionsrangliste einladen zu können. Denn dann erst sind wir wieder in der Lage und auf dem richtigen Weg unseren Tischtennissport zukunftssicher zu nennen.

Folgende Spieler vertreten uns, dadurch dass sie sich immer wieder auf Regionsebene durchsetzen auch  auf Verbandsebene erfolgreich:

Dario Stenzhorn, Kevin Eckmann, Layla Eckmann, Nico Ballbach, Jonas Heyd, Leon Lamby, Joel Mähringer, Stefan Kemmer, Nico Lamby
Wobei hier Kevin und Layla Eckmann auch an Turnieren teilnehmen die über der Verbandsebene liegen bzw. zu internationalen Turnieren in die TTVR-Auswahl berufen werden.

Besonders erwähnenswert ist der 2.Platz der Jungenmannschaft des TTVR mit Kevin Eckmann beim Deutschlandpokal 2014 (Turnier der Verbandsauswahlmannschaften) in Dillingen.

Wie auch in der Saison 2012/2013 hatten einige Betreuer oder Jugendtrainer Probleme mit der Staffeleinteilung. Auch in der Zukunft werden wir die Einteilung der Spielklassen an den Mannschafts-QTTR-Werten vornehmen. Die Vereine, die gute Spieler melden, müssen bzw. sollten  also auch damit rechnen, dass die jeweiligen Mannschaften auch in höheren Klassen (auch Verbandsklassen!) eingeteilt werden.

Bis zum heutigen Tag musste ich immer wieder feststellen, dass die Spielerinnen und Spieler, welche eigentlich höher spielen könnten, in den niedrigen Klassen keinen Fortschritt machen und somit besser werden sondern eher stehen bleiben  oder sogar noch schlechter werden. Und so ist es eben - Wenn man nicht gefordert wird  bleibt man irgendwann stehen und wer nicht gefordert werden will der kann auch nicht auf Regions- oder Verbandsebene  gefördert werden. Jedoch ist es eine freie Entscheidung der Vereine und der Jugendbetreuer wo sie  letztendlich spielen wollen. Aber auch mir sollte man dann die Freiheit lassen, an irgendeiner Höhe der  Messlatte einen Strich zu ziehen um damit auch zu zeigen, dass es nicht mehr niedriger geht.

Es sind nun wie schon vorher erwähnt wieder zwei Jahre vorbei und meine Amtszeit als Jugendwart endet zum zweiten Mal. Das bedeutet, es steht wieder die Wahl zum Jugendwart der Region Rhein Hunsrück an. Ich bedanke mich rechtherzlich bei allen die mir in der zweiten Amtsperiode als Jugendwart zur Seite gestanden haben und mir das Vertrauen schenkten, dieses Amt auszuüben.

In meiner Funktion als Regionsjugendwart habe ich an 4 Jugendwartetagungen in Koblenz teilgenommen. Auch hier kommt immer wieder zur Sprache, dass kaum noch jemand den Willen hat, Ehrenämter zu übernehmen. Es hat sich jedoch immer gezeigt, dass die Organisation im Verband für die Jugendwarte spricht und diese auch unterstützt. Hier spreche ich den beiden Mitstreitern Verbandsschülerwart Volker Kötz und unserer Vizepräsidentin Jugend Anja Becker meinen Dank für Ihre Unterstützung in der Region und auf Verbandsebene aus.

Ich selbst schaue positiv auf die Entwicklung der Jugendarbeit in den vergangenen Jahren (deren 4) zurück. Ob es nun an meiner Person liegt mag ich nicht beurteilen. Dies müssen andere tun. Sollte es sich jemand zutrauen das Amt des Regionsjugendwartes zu besetzen, so möge er oder sie  sich zur Wahl stellen. Es ist immer besser wenn man das Gefühl hat,  das man  auch das Vertrauen erhält, obwohl man einen Gegenkandidaten hat. Damit erlangt man die Gewissheit, dass man nicht deshalb gewählt worden ist damit alle schnell ihre Ruhe haben, sondern weil man das Amt gut macht und nicht nach dem Motto: Hauptsache es ist einer da.

Ich wünsche allen Tischtennisspielern und-spielerinnen der Region eine wohlverdiente Pause bis zum Saisonbeginn 2014/2015 und viel Spaß und Erfolg als Teilnehmer bei den noch vor uns liegenden Regionsturnieren.

Mein schlauer Spruch  vor jedem Turnier lautet:

Wer verlieren kann hat bereits schon gewonnen, denn wer nur gewinnt kann nichts mehr dazu lernen, denn nur aus Fehlern und deren Beseitigung durch Verbesserungen kann man lernen.

Hiermit bedanke ich mich bei allen die mich in meiner Funktion und bei Turnieren unterstützt haben, besonders erwähnen möchte ich hier Anja Becker, Volker Kötz und Michael Franz. Ebenfalls danke ich allen Vereinen, die Turniere durchführen.
Vielen Dank bei denen, die sich in ihrer Freizeit der Jugendarbeit widmen und dies in vielen Stunden ihrer Freizeit durchführen. Danke möchte ich auch all denen sagen, die es zulassen, dass wir in unseren Ämtern tätig sein können, nämlich unseren Lebenspartnern und Familienmitgliedern.

Mit sportlichen Grüßen

Bernd Boos, Regoinsjugendwart


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